Gebrauchtwagenmarkt zieht an: Höhere Preise und schnellere Verkäufe im März
- Oberklasse treibt Preisniveau, Gebrauchtwagenpreise klettern auf über 33.400 Euro
- Mittelklasse-Fahrzeuge wechseln besonders schnell den Besitzer
- Minis übertreffen den Marktdurchschnitt bei Alter und Fahrleistung
Nach dem Preisanstieg im Februar haben die Gebrauchtwagenpreise auch im März weiter zugelegt: Mit durchschnittlich 33.401 Euro lag der Preis für einen Pkw aus zweiter Hand 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Am stärksten stiegen die Durchschnittspreise der Oberen Mittelklasse (plus 4,8 Prozent), dicht gefolgt von der Kompaktklasse (plus 4,7 Prozent) und der Oberklasse (plus 4,6 Prozent). Dagegen waren Minis, Kleinwagen und Sportwagen die Segmente, deren Preise im Gegensatz zum Aufwärtstrend leicht sanken. Sie wurden um 2,7 Prozent (Minis) beziehungsweise 1,1 Prozent (Kleinwagen) und 0,4 Prozent (Sportwagen) günstiger angeboten als noch im gleichen Monat 2024.
Standtage sinken saisonal – besonders bei der Mittelklasse
Im März standen Gebrauchtwagen im Schnitt 95,1 Tage bis zum Verkauf – ein Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 3,7 Prozent im Vergleich zu Februar 2025. Deutlich unter dem Durchschnitt lagen die Standzeiten in der Mittelklasse (minus 11,8 Prozent) und Oberen Mittelklasse (minus 7,6 Prozent), wo Fahrzeuge im Schnitt rund 78 Tage auf einen neuen Besitzer warteten.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres folgt die Entwicklung der Standtage dem gleichen Schema der Jahre zuvor: Im ersten Quartal seit 2019 sanken die Standtage kontinuierlich (mit Ausnahme des Jahres 2021), bevor sie zur Jahresmitte wieder stiegen.
„Wir beobachten schon seit Jahren, dass die Standtage nach dem Jahreswechsel weniger werden“, sagt Florian Baur, Chief Sales Officer (CSO) von mobile.de. „Zum einen bringen viele Händler im Frühjahr attraktive Leasing-Rückläufer auf den Markt. Zum anderen steigt mit dem besseren Wetter und einer wachsenden Kaufbereitschaft auch die Nachfrage. Nehmen wir die vergangenen drei Jahre als Blaupause, könnten wir im zweiten Quartal mit einem Tiefstwert bei den Standtagen rechnen“, so Baur.
Minis werden älter und deutlich länger gefahren
Während Gebrauchte im März etwas jünger angeboten (minus 3,8 Prozent; 43 Monate) und auch etwas weniger gefahren wurden (minus 3,5 Prozent; 50.693 Kilometer Laufleistung), zeigte sich im Mini-Segment eine gegenläufige Entwicklung: Sie stachen mit dem höchsten Durchschnittsalter von 59,9 Monaten und gleichzeitig dem größten Anstieg im Vorjahresvergleich (plus 9,4 Prozent) heraus. Auch die Laufleistung legte um 9,3 Prozent zu und lag bei durchschnittlich 45.858 Kilometern.
Die Auswertung beruht auf 617.858 von insgesamt 1,4 Millionen inserierten Pkw auf mobile.de.
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