Berlin, 31. März 2026 – Hohe Benzinpreise wirken derzeit wie ein Katalysator für die Elektromobilität. Eine aktuelle Umfrage* von Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt mobile.de zeigt: Knapp die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) würde sich bei der Antriebswahl beim Autokauf von der derzeitigen weltpolitischen Lage beeinflussen lassen. Besonders deutlich wird dieser Trend auf mobile.de selbst: Nach Ausbruch des Iran-Krieges verdreifachte sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
- Wendepunkt erreicht: 43 Prozent würden bei anhaltend hohen Benzinpreisen (ca. 2,00 bis 2,15 Euro) zum E-Auto wechseln.
- Marktreaktion auf mobile.de: Händler erhielten 66 Prozent mehr Anfragen nach gebrauchten Stromern.
- Kostenersparnis schlägt Umweltargumente: 36 Prozent sehen in der langfristigen Ersparnis das stärkste Argument für ein E-Auto.
Spritpreise spalten den Markt
Knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) würde sich bei der Wahl des Antriebs von der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage beeinflussen lassen, falls sie sich jetzt ein Auto kaufen müssten. 43 Prozent würden ihre Entscheidung hingegen unabhängig von der derzeitigen Situation treffen. Etwas mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) ist bislang noch unentschlossen.
Heute Benziner-Mehrheit – morgen die Alternativen?
Stünde morgen ein Autokauf an, würde knapp jeder Dritte (31 Prozent) einen Verbrenner wählen. 24 Prozent würden sich für ein Hybridfahrzeug entscheiden, knapp jeder Fünfte (23 Prozent) für ein reines Elektroauto.
Weltlage treibt Elektro-Nachfrage
Wer sich bei der Antriebswahl von der weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage beeinflussen lässt, tendiert deutlich stärker zum E-Auto: 39 Prozent von ihnen würden beim Autokauf morgen auf Batterieantrieb setzen, 31 Prozent auf einen Hybriden. Verbrenner spielen in dieser Gruppe eine deutlich kleinere Rolle: Insgesamt würde nur gut jeder Fünfte noch einen Verbrenner kaufen (17 Prozent Benzin, 5 Prozent Diesel).
Wer seine Entscheidung hingegen unabhängig von der aktuellen Situation treffen würde, tendiert deutlich stärker zum Verbrenner. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) würde im fiktiven Szenario einen Benziner kaufen, 18 Prozent einen Hybriden. Elektro- (11 Prozent) und Dieselantriebe (11 Prozent) kommen jeweils nur für etwa jeden Zehnten infrage.
E-Auto-Suchen springen in die Höhe
Angesichts der aktuellen Spritpreise denken manche über einen Antriebswechsel nach. Zwar geben 32 Prozent an, unter gar keinen Umständen vom Verbrenner weg wechseln zu wollen. Für viele Wechselbereite ist jedoch das Preisniveau ausschlaggebend: 43 Prozent würden bei anhaltenden Preisen auf aktuellem Niveau (Benzin ca. 2,00 bis 2,15 Euro; Diesel ca. 2,05 bis 2,25 Euro) auf ein E-Auto umsteigen.
Dieser Trend zeigte sich auf mobile.de besonders deutlich kurz nach Ausbruch des Iran-Krieges: In den ersten 18 Tagen des März stieg die Nachfrage nach Elektromobilität spürbar. Der Anteil der E-Auto-Suchen verdreifachte sich – von 12 auf 36 Prozent – im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Februar. Gleichzeitig erhielten Autohändler 66 Prozent mehr Anfragen zu gebrauchten Elektrofahrzeugen.
Kostenersparnis schlägt Umweltaspekte
Bei den Vorteilen des E-Autos dominiert ein Argument: Für diejenigen, die den Stromer als echte Alternative zu Diesel- oder Ottomotoren sehen, ist die langfristige Kostenersparnis das stärkste Kaufargument (36 Prozent). Daneben überzeugen weitere Gründe: Für rund jeden Fünften sind der Umweltaspekt (22 Prozent) sowie die größere Unabhängigkeit durch eigene Stromerzeugung (21 Prozent) – etwa via Solaranlage – entscheidend.
*Umfragebedingungen
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 25.–27.03.2026 insgesamt 2.226 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.