Berlin, 15. Oktober 2026 – Für viele Kaufinteressenten bestimmt in erster Linie der Preis darüber, ob ein E-Auto in Frage kommt. Aktuelle Daten von mobile.de* zeigen: Mehr als jeder Vierte (29,8 Prozent) würde ein Modell eines chinesischen Herstellers in Betracht ziehen, wenn es mindestens 20 Prozent günstiger wäre als ein vergleichbares europäisches Fahrzeug. Im August kosteten elektrische Gebrauchtwagen aus China rund 24 Prozent weniger als vergleichbare Modelle aus Europa. Das geht aus der neuesten Ausgabe des m.Q Market Intelligence & Insights von mobile.de hervor.
Beim Umstieg auf Stromer beeinflusst vor allem der Preis die Kaufentscheidung
„Für viele Menschen ist der Preis der Türöffner zum Elektroauto“, sagt Florian Baur, Chief Sales Officer (CSO) bei mobile.de. „Chinesische Modelle bieten nicht nur einen günstigen Einstieg, sondern punkten meistens auch mit innovativer Ausstattung. Damit gewinnen sie sichtbar an Aufmerksamkeit.“
Laut einer aktuellen Umfrage von mobile.de sind die Anschaffungskosten für mehr als jeden Zweiten (55,4 Prozent) der Hauptgrund, sich gegen ein Elektroauto zu entscheiden. Gleichzeitig zeigt die Befragung auch eine grundsätzliche Offenheit gegenüber chinesischen Marken: 35,9 Prozent können sich vorstellen, ein Elektroauto eines chinesischen Herstellers zu kaufen.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sehen 42,8 Prozent chinesische Hersteller vorn, bei Innovation sind es 41,5 Prozent. Hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Wertstabilität schneiden europäische Hersteller aus Sicht der Befragten hingegen weiterhin besser ab.*
Mehr Nachfrage für chinesische Modelle
Gebrauchte chinesische Elektroautos sind im deutschen Markt weiterhin eine Nische, gewinnen aber zunehmend an Relevanz. Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos der chinesischen Hersteller ist auf mobile.de seit Jahresbeginn 2026 um 59,9 Prozent gestiegen. Ihr Anteil am Gesamtmarkt lag im August bei 4 Prozent – 2025 waren es im gleichen Zeitraum nur 2,2 Prozent.
Das wachsende Interesse zeigt sich auch bei einzelnen Modellen. Für Händler ist das ein Signal, die Entwicklung einzelner Marken und Modelle zu beobachten. Besonders gefragt sind auf mobile.de unter anderem der MG4 (durchschnittlich 24.302 Euro), der BYD Seal (durchschnittlich 38.587 Euro) und der BYD Atto 3 (durchschnittlich 33.822 Euro) angeboten.** Preisgünstigere Optionen finden Käuferinnen und Käufer beispielsweise beim MG ZS mit durchschnittlich 18.092 Euro. Der GWM Ora 07 liegt im Schnitt bei 33.230 Euro. **
Günstiger Kaufpreis, differenzierte Wertentwicklung
Beim Werterhalt bleibt der Blick differenziert. Die Preisentwicklung gebrauchter Elektroautos auf mobile.de zeigt: Nach einem Jahr entwickeln sich die Werte chinesischer und europäischer Modelle noch ähnlich. Nach zwei Jahren lagen chinesische Elektroautos durchschnittlich 21,4 Prozent unter ihrem Neupreisniveau, europäische Modelle 18,4 Prozent darunter. Nach drei Jahren beträgt der Wertverlust bei chinesischen Modellen im Schnitt 42,9 Prozent, bei europäischen Fahrzeugen 36,2 Prozent.***
„Für Käufer kann gerade das eine Gelegenheit sein: Wer ein gebrauchtes chinesisches E-Auto wählt, findet oft einen besonders günstigen Einstieg. Entscheidend ist, jedes Angebot im Gesamtpaket zu prüfen – vom Preis über den Batteriezustand bis zur Ausstattung und Fahrzeughistorie“, so Baur. „Für Händler bietet die Entwicklung die Möglichkeit, zusätzliche Zielgruppen wie preisbewusste Kundinnen und Kunden anzusprechen und das eigene Portfolio gezielt zu ergänzen. Entscheidend ist dabei, Nachfrage, Angebot, Preisentwicklung und Abverkauf auf Modellebene zu betrachten.“
Welche chinesischen E-Auto-Modelle bereits gefragt sind, welche Faktoren Händler bei Einkauf, Bewertung und Vermarktung berücksichtigen sollten, und weitere Themen gibt es in der neuesten Ausgabe des m.Q Market Intelligence & Insights von mobile.de.